FAQs

Frequently Asked Questions

 

 

 

Die Antwort lautet: Ja! Die Ursachen können verschieden sein. So kann ein Mangel an Enzymen und Salzsäure im Magen der Grund dafür sein, dass das Vitamin B12 aus der Nahrung dem Körper nicht ausreichend zugeführt werden kann. Zudem kann ein "Zuwenig“ an von der Magenschleimhaut produzierten Bindeproteinen, z.B. im Falle einer Magenschleimhautentzündung, dazu führen, dass Vitamin B12 unverändert in den Dünndarm transportiert und ausgeschieden wird. Darüber hinaus gibt es auch genetische Störungen, z. B. einen Mangel an Transcobalamin, dem Transportmolekül des Vitamins, die bewirken können, dass Vitamin B12 nicht in den Zielzellen ankommt. In den Zellen wiederum sind Moleküle erforderlich, die Vitamin B12 in die biochemisch passende Form verstoffwechseln. Auch hier, so weiß man heute, können erbliche Veranlagungen die Stoffwechsellage beeinflussen.

Vitamin B12 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und kann durch seinen Beitrag zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zur normalen psychischen Funktion eine ausgeglichenere, ruhigere Gemütslage und mentale Stärke* unterstützen. Sein Einfluss wurde in den letzten Jahren vor allem für das vegetative Nervensystem erforscht.

Unter allen Vitaminen hat es die komplexeste, chemische Struktur. Sein größter Speicherort ist die Leber. Vitamin B12 tritt in seiner natürlichen und synthetischen Form gewöhnlich in vier Varianten auf. Cyano-, Methyl,- Hydroxo- und Adenosylcobalamin. Obwohl das chemisch hergestellte Cyanocobalamin im natürlichen Organismus nicht vorkommt, wird es vom menschlichen Körper gleichwertig aufgenommen und anschließend in die bioaktive Form umgewandelt. Aufgrund seiner Stabilität ist es häufig genutzter Wirkstoff in Vitamin B12-Arzneimitteln jeglicher Darreichungsform. Hydroxocobalamin wiederum findet vorwiegend in Form von Injektionen therapeutischen Einsatz und wird z. B. auch direkt unter die Haut, in die Muskulatur oder in die Vene gespritzt. Die eigentlichen bioaktiven Metabolite des Vitamin B12 sind Methyl- und Adenosylcobalamin, wobei vor allem Methylcobalamin in der Nahrungsergänzung an Bedeutung gewinnt.

Es wirkt z.B. im Energiestoffwechsel und am Funktionieren des Nerven- und Immunsystems mit, spielt eine Rolle bei der Zellteilung und der Bildung roter Blutkörperchen*. Vitamin B12 trägt aber auch zur normalen psychischen Funktion bei und kann Müdigkeit und Ermüdungszustände verringern. Es unterstützt folglich unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit*, weshalb es von großer Bedeutung für die Gesundheit ist. Eine regelmäßige Aufnahme von Vitamin B12 ist daher einfach lebenswichtig, einmal mit der Ernährung, bei Bedarf aber auch durch den zusätzlichen Verzehr von Vitamin B12-Präparaten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt die tägliche Aufnahme von ca. 3 µg Vitamin B12 pro Tag für einen Erwachsenen, wobei der Bedarf individuell variiert. Entscheidende Faktoren sind z. B. das Geschlecht oder das Körpergewicht, die Lebensumstände, z.B. Stress, körperliche Anforderungen oder eine Schwangerschaft. Daher kann der tägliche Bedarf an Vitamin B12 variieren. Der Organismus ist zwar im Laufe der Evolution auf Mangelphasen prinzipiell eingestellt, trotzdem ist es nicht verkehrt, den empfohlenen Tagesbedarf regelmäßig zu sich zu nehmen. Bei einer oralen Aufnahme von 100 µg wird dem Körper für die Aufrechterhaltung der Stoffwechselprozesse eine Menge von 2,36 µg Vitamin B12 zur Verfügung gestellt.

Vitamine tragen grundsätzlich dazu bei, uns gesund zu erhalten.
Bei Unterschreiten des Tagesbedarfs eines Erwachsenen (3 µg) ist langfristig mit gesundheitlichen Konsequenzen zu rechnen. Zur Klärung der Frage, ob eine Überdosierung von Vitamin B12 erfolgen kann, wurden langfristig angelegte Studien angesetzt. Bis heute wurden selbst bei extrem hoher Zufuhr keine Symptome einer Überdosierung festgestellt.

Magen-Darm-Erkrankungen werden häufig mit Präparaten behandelt, die den Säureüberschuss abbauen. Personen, die über einen längeren Zeitraum H2-Antagonisten oder Protonenpumpen-Inhibitoren erhalten, ist zu empfehlen, regelmäßig ihren Vitamin B12-Spiegel messen zu lassen.
Auch Diabetiker, die mit Metformin behandelt werden, sollten auf eine ausreichende Vitamin B12-Versorgung achten. Die Aufnahme aus dem Darm kann durch die Einnahme dieser Medikamente beeinträchtigt werden.

Vitamin B12 kommt in einigen pflanzlichen Nahrungsmitteln vor, allerdings nur geringfügig. Vegetarier und Veganer beziehen das Vitamin daher aus Gemüse wie z. B. Sauerkraut, das durch Bakterienfermentation Vitamin B12 enthalten kann. Leider ist der tatsächliche Vitamin-B12-Gehalt von Sauerkraut und ähnlichen Gemüsen bislang unbekannt. Bis zum definitiven Nachweis muss die Annahme eines hohen Vitamin B12 Gehaltes daher als Märchen gelten. Darüber hinaus können zahlreiche Vitamin B12-Analoga, die in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind, vom menschlichen Körper nicht oder nur in geringen Mengen verwertet werden.

Inzwischen gibt es diverse Methoden, den individuellen Vitamin B12-Status zu testen (z.B. den Serumtest, den Holo-TC-Test und den Homocystein-Test). Die Ergebnisse sind in der Regel belastbar. Häufig kommt der Urintest zur Anwendung. Gemessen wird der Anteil von Methylmalonsäure im Urin. Mangelt es dem Organismus an aktivem Vitamin B12, wird diese Substanz vermehrt von den Zellen produziert, sodass die Werte in Blut und Urin erhöht sind. Die ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitamin B12 kann mit diesem Test bereits früh bestimmt werden. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will, sollte seinen Vitamin B12-Haushalt in einem zweistufigen Screening testen lassen, in welchem neben der Methylmalonsäure auch der Holo-TC-Spiegel (frühester Indikator) bestimmt wird.

Durch fleischreiche Ernährung wird dem gesunden Körper in der Regel ausreichend Vitamin B12 zugeführt. Bei Vegetariern und Veganern sieht es dagegen anders aus. Ergebnissen der EPIC-Oxford-Cohort-Studie zufolge nehmen „Allesesser“ 8,76 μg Vitamin B12 pro Tag auf, Vegetarier dagegen nur 1,92 μg und Veganer lediglich 0,24 μg pro Tag. Personen, die sich bewusst fleischarm bzw. ohne jegliche Zufuhr tierischer Lebensmittel ernähren, sollten daher Vitamin B 12 durch entsprechende Präparate ergänzen.

Strikte Diäten, die häufig aufgrund ihrer „Regeln“ mit einem Verzicht auf eine ausgewogene Ernährung einhergehen (z.B. im Falle von Monodiäten wie der Reisdiät, oder dem Verzehr großer Mengen von nur einer Sorte Obst oder Gemüse bzw. der Verzehr von ausschließlich rohen Nahrungsmitteln), können sich negativ auf unseren Stoffwechsel und so auch auf unseren Vitamin B12-Haushalt auswirken. Abgesehen von einer sich möglicherweise entwickelnden Vitamin B12-Unterversorgung sind bei derartigen restriktiven Diäten darüber hinaus die Fruchtzucker- und Kohlenhydratgehalte enorm hoch, was sich zusätzlich negativ auf das Wohlbefinden auswirken kann.

Tabakkonsum reduziert die körpereigenen Reserven diverser Spurenelemente: Vitamin D, Folsäure (Vitamin B9), Vitamin B12 und andere B-Vitamine. Durch Rauchen ist die Umwandlung der Ausgangsstoffe in die Endprodukte bei einigen Vitaminen blockiert, was viele organische Prozesse beeinträchtigen kann.
Eine durch Rauchen induzierte Entzündung des Magen-Darm-Trakts kann darüber hinaus zu einer verminderten Aufnahme dringend benötigter Spurenelemente, zu Appetitlosigkeit und zu Gewichtsverlust führen.

 

 

*Vitamin B12 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung, zur normalen psychischen Funktion, zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zur normalen Bildung roter Blutkörperchen bei und hat eine Funktion bei der Zellteilung.
B12 Ankermann® Vital. Nahrungsergänzungsmittel. Zusammensetzung: 100 μg Methylcobalamin pro Tablette. | Hinweis: Die angegebene empfohlene Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sollen nicht als Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise verwendet werden. Apothekenexklusiv. Gluten- und laktosefrei. Frei von Farbstoffen und tierischen Bestandteilen.

 


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